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Nähender Mann oder warum sich Vorurteile reproduzieren

Als meine Frau vor längerer Zeit eine Nähmaschine kaufen wollte, unterstützte ich sie beim Recherchieren, denn doppelt kaufen ist immer blöde. Nichtsdestotrotz gaben wir keine Unsumme aus, aber die mittleren Produkte der Firma W6 sprachen uns an, es wurde eine W6 1235/61. Und wir sind immer noch sehr zufrieden damit. Mittlerweile fand ich gar heraus, dass W6 oft baugleich mit Janome ist, wobei letztere wesentlich teurer sind. Jedenfalls setzte auch ich mich ab und zu an die Maschine, fertigte u.a. eine Messer-Rolltasche und eine kleine Tasche für Kreide-Schachteln für meinen Unterricht. Nachdem wir letztens die "Great British Sewing Bee" sahen, fasste mich das Fieber wieder und ich sah mich um nach einem Buch mit Schnittmustern. Unser Kind wird unser beide Mode-Opfer werden, hier seht Ihr mein erstes Projekt aus dem Mama-Näh-Buch: Das Bild ist nicht ideal, was passend ist, denn auch der Sweater ist nicht perfekt. Hier und da sind mir Fehler unterlaufen. Aber andere...

Tomatenpflanzen 2014 nach 2 Wochen Balkon

Vor zwei Wochen sah unser Massagetisch noch so aus: Es waren ungefähr 50 Pflanzen, die ich auf Familie und Freunde aufteilte, denn auf unserem Balkon (in den Mörtelkübeln) passen eben nur ca. 20 Pflanzen. Und hier ist nun ein Foto der Ansicht von der Balkontür: Wenn man nun näher heran zoomen würde, wäre dies zu sehen: Die anderen Pflanzen sind noch nicht so weit, treiben aber auch schon Blütenstände aus, die in den nächsten Tagen die gelbe Blüte freigeben sollten.

Tomaten kurz vorm Auspflanzen

Ende Februar fing ich an, für dieses Jahr anzuziehen. Meine Chilies sind nicht so dolle geworden, u.a. weil ich nicht für Wärme sorgen wollte, sondern das Experiment wagte, was wohl überleben würde (eine Ode an Darwin). Die Pflänzchen müssen noch gut eine Woche ausharren bis ich sie hinauspflanze, aber am Wochenende fange ich schon an, einige an Freunde zu verteilen. Beim Etikettieren fiel mir dann auf, dass es doch recht viele Pflanzen sind, die teilweise noch pikiert werden müssen. Hier seht Ihr die Siebenbürgen bzw. die russische Reisetomate, auf die ich mich sehr freue, weil sie jetzt bereits sehr schön wächst. Und die Frucht wird ebenso interessant sein, weil sie viele kleine Früchte zusammengewachsen hervorbringt: Dieses Fenster nun ist das zukünftige Kinderzimmer, wo bereits einige andere Anzuchten durchgeführt worden sind ;) Schwarze Maure, Norddeutsche Hellfrucht, Siebenbürgen, Silver Fir Tree usw. Und zu guter letzt die Fensterbank im Büro: Rutgers...

My new hobby: arduino microcontroller programming

Schon als Jugendlicher hatte ich immer wieder davon geträumt etwas mit Elektronik zu machen. Und welcher Junge hatte denn nicht schon alte Radios usw. auseinandergenommen? Damals hatte ich meinen Techniklehrer nach einem Buch gefragt, und er riet mir zu "Einführung in die Elektronik" von Jean Pütz. Obwohl dieses Buch nicht mehr im Druck ist, kann ich es jedem nur empfehlen, weil es nicht nur in die Tiefe geht, sondern auch voller einführender Informationen ist. Durch einen Schüler, aber schlussendlich durch das weite Internet stieß ich dann auf Adruino Open Hardware. Ich besorgte mir dann kein Originales, sondern ein Funduino Board von einem deutschen Händler, der u.a. noch Zusatzmaterial dazu verkaufte: Zu sehen ist das Board im Hintergrund, das Steckbrett in der Mitte, die LCD-Anzeige im Vorderund und danz vorne das Potentiometer zur Helligkeitskontrolle. Normalerweise muss nicht gelötet werden, da Dupont-Steckverbindungen genutzt werden, nur die LCD-Anzeige mus...

"Intensity" von Dean Koontz

In der Linus Torvalds Biografie schreibt er kurz, dass Dean Koontz einer seiner Lieblingsautoren ist. Und zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits zwei Bücher von ihm im Regal stehen. Das Genre ist zwischen Horror und Thriller, wobei der Thrill wohl eher durch den Horror kreiert werden soll. Nunja, ich las die Hälfte des Buches und musste dann feststellen, dass ich nicht wirklich angetan war: Opfer wurde beschrieben, gerät in Gefahr, es gibt zig Kollateralschäden; Täter ist grausam, wird nach und nach menschlicher, aber immer noch "unmenschlich". Nach einer Weile geht es dann so weiter: Opfer hier, Täter da, werden sie sich annähern oder sehen oder hören sie sich? Danach habe ich 200 Seiten übersprungen, und konnte wunderbar ebenso Seiten überfliegen, teils nur zwei Sätze pro Seite lesen und war am Ende genauso schlau, musste nur weniger lesen. Als Beispiel: auf einer ganzen Seite wird beschrieben wie ein Stoßgebet in der verkürzten Variante zustande kam. Wer sich dami...

"Die Pforte" - "Dystopia" - "Das Labyrinth der Zeit" - Patrick Lee und die Portal-Trilogie

Das erste Buch davon hatte ich innerhalb einer Woche durch, das zweite innerhalb dreier Tage und das dritte ebenso schnell. Die Geschichte ist spannend und einfach erzählt, dabei aber nicht zu simpel, dass man sich langweilen würde. Die Helden sind toll, aber nicht zu toll, wobei die Handlung manchmal schon etwas seicht ist, aber gerade dies ist doch pures Lesevergnügen, wenn dann aufeinmal DOCH etwas anderes passiert - nur nicht immer! Dieses Hin und Her ist genau das, was diese Bücher so grandios macht, denn der Leser wird gut unterhalten mit einer Prise Komplexität an manch einer Stelle. Und natürlich sollte die/der LeserIn Fiktion mögen, denn ansonsten wird kein Lesespass aufkommen.

"Die Vermessung der Welt" - was ein Müll!

Natürlich ist das Buch interessant, wenn man den Schreibstil untersucht oder gar noch tiefsinnigere Analysen durchführt, aber mir entzieht sich dieses Buch zu ca. 60 %. Als Naturwissenschafter fasziniert mich jener Part, der den beiden Herren Leben einhaucht, aber selbst da sind Phasen, die das Lesen behindern. Letztendlich habe ich nach 2/3 des Buches nur noch überflogen. Es ist mir völlig unverständlich, warum man heutzutage noch kryptische Bücher schreibt, zu deren Entschlüsselung Interpretationshilfen nötig sind. Zu Zeiten Tolstois schien es wohl noch nötig Inhalte zu kaschieren, aber heutzutage sollten Bücher zugänglich oder zu einem Dasein in Universitätsschubladen verdammt sein. Wenn ich an Ken Follet, Ilka Remes oder Daniel Suarez (oder auch "hunger games" von Suzanne Collins) denke, erinnere ich mich gerne an spannende Romane, die wahrlich zum Denken anregen, aber auch zugänglich sind. Mir hat das Buch nicht gefallen, und wer mich deswegen zum "unge...